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Rückblick:
So mancher Schatz ist schon gehoben, andere warten noch darauf:  

Auch Haus Nr. 19 fiel der Sturmflut von 1872 zum Opfer. Hier eine Ansicht vom Beginn des 19.Jahrhunderts. Vermutlich wurde das neue Gebäude 1882 auf den Fundamenten dieses Hauses errichtet.

Quelle: "Unser Travemünde" (UT) , April/Juni 1998

Die Nr. 19 heute
Die Vorderreihe und
die Weltgeschichte
Eines der sichtbaren Zeichen des 1802 gegründeten und aufsteigenden Seebades war das 1832 erbaute "Hotel de Russie", und der Name war (Werbe-) Programm: Dostojewski und Tolstoi wohnten hier und spielten schon mal ein bisschen in der neugegründeten Spielbank, bevor es nach Baden-Baden und Monte Carlo weiterging.
Turgenjew blieb unfreiwillig lange, weil er sein Geld schon auf der Schiffspassage von St. Petersburg verzockt hatte und im Hotel de Russie auf Nachschub warten musste.


Quelle: "Unser Travemünde" (UT) , April 1991/Okt. 1992

1897 wechselte das Hotel den Besitzer und wurde völlig um- und neugebaut.
1914, als aus zahlungskräftigen Gästen plötzlich Feinde geworden waren, erhielt das Hotel de Russie in der Vorderreihe 52 seinen neuen Namen, den es bis heute trägt:
Hotel Deutscher Kaiser

Dem Deutschen Kaiser, der unter anderem zur "Travemünder Woche" anzureisen pflegte, verdankt Travemünde nicht nur ein Hotel gleichen Namens, sondern auch den Strandbahnhof. Schließlich konnte der Kaiser nicht in einer Bretterbude ankommen.
Links (im Hintergrund) der "neue" Strandbahnhof, noch ohne die Anzeige "Zug nach Lübeck". Im Vordergrund das heutige "Ristorante Bellavista". Aufnahme vermutlich vom Anfang des 20. Jhdts.
Der "Ausblick" wird nach und nach um historische Ansichten der Vorderreihe in Bild und Wort ergänzt.
 
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